Informationen für Eltern

Unterstützung bei der Berufswahl
Kindern können sich besser entwickeln, wenn sie von ihren Eltern frühzeitig gefördert werden und sich dort, wo sie leben, heimisch fühlen. Eltern sollten ihren Kindern das Gefühl geben, das sie für sie da sind, wenn es Probleme gibt. Deswegen ist die Begleitung, Unterstützung und Motivation des Berufswahlprozesses durch die Eltern unerlässlich.

Folgende Punkte sollten in der Phase der Berufswahl beachtet werden:

  • Beschäftigung mit dem Thema Berufswahl und –ausbildung
  • Aktive Unterstützung des Berufswahlprozesses
  • Gemeinsame Besuche bei dem Arbeitsamt mit dem Ziel sich über das Thema Berufswahl bzw. Ausbildung zu informieren
  • Broschüren zum Thema Berufsausbildung lesen
  • Begleitung des Kindes während der Ausbildung (z.B. falls möglich in Kontakt mit dem Ausbildungsbetrieb stehen)

Hier noch ein Tipp für Eltern in dieser spannenden Phase: Sie sollten die Rolle eines ‚Berufswahlbegleiters’ annehmen. Ihre Aufgabe ist die Unterstützung und Begleitung des Jugendlichen in der Berufsfindungsphase. Vor allem sollten sie ihrem Kind Rückhalt bieten.

Ihr Kind will seine eigenen Berufsentscheidungen treffen und erwartet von ihnen dabei Unterstützung. Es möchte nicht gedrängt werden, einen bestimmten Ausbildungsberuf zu ergreifen. Vielmehr erhoffen sie sich von ihren Eltern sachliche Gespräche über die eigenen Vorstellungen zur Berufswahl.

Ihre Mithilfe ist für ihr Kind also sehr wichtig! Die Entwicklung sollte aber nicht in die eigene Hand genommen werden. Ihr Kind muss die eine Berufsentscheidung fällen. Deshalb der Appell an die Eltern: Beziehen sie Stellung, aber bleiben sie offen!

Eltern als »Berufswahlbegleiter«

Als »Berufswahlbegleiter« ...

... haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kind in die Lage zu versetzen, sich selbst zu finden!

Es ist wichtig, dass Jugendliche ihre eigenen Stärken und Schwächen einschätzen lernen, um darauf aufbauend eine eigene Berufsentscheidung treffen zu können.

... können Sie den Berufswahlhorizont Ihres Kindes erweitern!

Indem sie Unwissenheit und Vorurteile zu bestimmten Ausbildungsberufen  abbauen, können Sie den Jugendlichen den Vorteil verschaffen, aus dem gesamten Spektrum der Ausbildungsberufe zu wählen anstatt sich auf lediglich einige wenige zu beschränken. Die Chance auf einen Ausbildungsplatz nimmt dadurch erheblich zu.

... sollten Sie die Gefühle Ihres Kindes berücksichtigen und akzeptieren!

Denn eine Berufsentscheidung ist am ehesten dann auf lange Sicht die richtige, wenn sie auch dem »Bauchgefühl« des oder der Jugendlichen entspricht.

... wissen Sie: Die erste Berufsentscheidung muss nicht die letzte sein!

Nicht selten sind die ersten Berufserfahrungen und Einblicke in die Arbeitswelt Anlass dafür, sich noch einmal neu zu orientieren. Der Vorteil dabei ist, dass Jugendliche nach ihren ersten Berufserfahrungen ihre eigenen Stärken und Schwächen besser einschätzen können als vorher und am Ende genauer wissen, was sie wollen.

... sollten Sie Interesse zeigen und Unterstützung zusichern!

Verfolgen Sie die Handlungen Ihres Kindes, fragen Sie immer wieder nach und zeigen Sie Ihr Interesse. Sichern Sie Ihrem Kind Unterstützung zu, egal für welchen Beruf es sich entscheidet.

(Quelle: Abenteuer Ausbildung; Hrsg. Westdeutscher Handwerkskammertag)